Die Entdeckungsreisen
der Renaissance bis heute

Mit dem Begriff der Renaissance wird ein Zeitalter beschrieben, dass sich besonders spannend gestaltet und viele Abenteuer mit sich gebracht hat. Es handelt sich dabei um das 14. bis 17. Jahrhundert. Während dieser Zeit machten gerade die Seefahrer auf ihren Fahrten zahlreiche Entdeckungen von Ländern beziehungsweise von Gebieten gemacht, die unsere Welt „reicher“ gemacht hat. Teilweise wurde diese Epoche dann als ganz besonders großes Zeitalter gehandelt, waren doch die Spanier durch ihre Reisen mit vielen Abenteuern als die größte Seemacht der Welt bekannt. Und dies dauerte immerhin etwa 150 Jahre an, bevor sie diese Position an England verloren. Außerdem waren die Leistungen der portugiesischen Seefahrer äußerst beeindruckend.

Außerdem haben aber auch prominente Seefahrer aus vielen anderen Nationen das Bild der Entdeckungsreisen geprägt und die Welt der Abenteuer erheblich bereichert. Und die Liste der Entdeckungsreisen ist sicher grenzenlos sowie die Geschichte der Entdeckung eine lange Tradition hat. Dabei ging oder geht es ja vor allem darum, dass bisher unbekannte Gebiete entdeckt und erforscht werden sollen. Die Initiative dazu ging in der Regel von Personen aus, die in den europäischen Gebieten in Meeresnähe gelebt haben. Die Reisen, die durchgeführt wurden, hatten oft drei verschiedene Gründe. Ganz wichtig war natürlich hierbei die Lust am Abenteuer. Und doch zählten auch das wirtschaftliche Interesse sowie in etwas fortgeschritteneren Momenten die wissenschaftlichen Interessen. Diesen Aspekten verdanken wir es, dass mittlerweile viel über die gesamte Erdoberfläche bekannt ist. Auch sind diese Gebiete oft inzwischen sehr gut erschlossen. Der Grundstein dafür wurde allerdings schon im Altertum gelegt. So wurde das damalige Bild der Welt wesentlich durch Bürger der karthagischen Welt ausgedehnt. Dies war zunächst bis Westafrika der Fall, doch sollten weitere Ausdehnungen folgen.

Richtig ausgeweitet wurden die Reisen zur Entdeckung, die zahlreiche Abenteuer mit sich brachten, nach dem 14. Jahrhundert. Unterstützt wurden diese Entdeckungsreisen, die das Bild der Geschichte in den kommenden Jahrhunderten prägten, durch neue Erfindungen. Diese sollten insbesondere für die Schifffahrt eine hohe Bedeutung einnehmen. Dabei handelte es sich um das Astrolabum und den Jakobsstab. Ganz besonders hervor stach hierbei die Entwicklung des Kompasses, der eine bessere Navigation ermöglichte. So begann eine Zeit, in der Neugier auf die Welt wesentlich stärker hervortrat. Insbesondere die Spanier und die Portugiesen prägten so die Zeit bereits kurz vor Ende des 15. Jahrhunderts und die folgenden Jahre. Gefunden wurden unter anderem viele Regionen um Amerika sowie um Westindien und Vorderindien. Während dieser Zeit fand außerdem die erste Weltumsegelung statt. Was für diese Zeit die Spanier und die Portugiesen waren, wurde insgesamt im 17. Jahrhundert und im 18. Jahrhundert von anderen Nationen wahrgenommen. Dazu gehörten die Menschen aus den Niederlanden, aus Frankreich und England. Inzwischen waren viele Regionen aus Nordamerika, Mittelamerika und Südamerika bekannt. So richtete sich der Blick zunächst einmal auf die Bereiche um

Australien, Tasmanien, die Südsee und Neuseeland. Doch andererseits wurden auch weitere Teile speziell im nördlichen Amerika erforscht. Integriert in die Forschungsarbeit wurde dabei auf zahlreichen Reisen auch die arktische Inselwelt, die vor Nordamerika zu bestaunen ist. Zahlreiche Abenteuer hatten die Entdecker und Seefahrer bisher schon auf ihren Reisen begleitet. Es folgte eine Zeit, die die Reisen aufgrund technologischer Neuentwicklungen noch vielfältiger gestalten konnten. So begann jetzt die Zeit, wo bei der Erforschung die Wissenschaft mehr im Mittelpunkt stand. Dies war jedoch nicht mehr nur die Aufgabe einiger weniger Völker, sondern waren jetzt fast alle Völker aus Europa an der Forschungsarbeit beteiligt. Stattgefunden haben so Fahrten, die beispielsweise durch das Nördliche Eismeer führten. Außerdem waren nunmehr das arktische Festland und der Südpol zum ersten Male erreicht worden und luden zum Erkunden ein.

Viel konzentrierte sich dabei auch auf die Erforschungsreisen zu den Meeren, die sich auf unserer Welt befinden. Ermöglicht wurde dies von der so genannten Challenger-Expedition, die in den Jahren 1872 bis 1874 stattfand.

Und doch gingen der Forschungsspielraum und der Entdeckergeist, der immer wieder auf allen möglichen Reisen zu finden war, noch viel weiter.

Schließlich gab es in den neu entdeckten Ländern viele Gebirgsketten und einmalige Gebirgsmassive. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts war es zudem möglich, dass viele neue Geräte das Leben erheblich vereinfachten. Einer dieser beeindruckenden Regionen ist der Himalaya mit seinen Gipfeln. Nun gab es im Jahr 1950 kein Halten mehr und es wurden zahlreiche Expeditionen durchgeführt, um diesen Gipfel zu bezwingen. Nach der Besteigung des ersten Berges mit einer Höhe von über 8.000 Metern, folgte nur drei Jahre später der Aufstieg auf den Mount Everest. Bei diesem Berg handelt es sich ja um den höchsten Berg, den uns die Erde geschenkt hat. Es dauerte nur weitere elf Jahre und die höchsten Berge waren alle mindestens einmal bezwungen worden.

Ein weiteres Highlight im Rahmen von Entdeckung und Erforschung war die Bezwingung des höchsten Berges der Antarktis. Dieser, der Mount Vinson, wurde nämlich im Jahr 1966 von US-amerikanischen Polarforschern bestiegen.

Damit die Erfolge auf den Forschungsreisen auch erreicht werden konnten, wurden ganz spezielle Schiffe gebaut, die der Meeresforschung dienten. Sie wurden mit Geräten ausgestattet, damit direkt vor Ort bereits Untersuchungen durchgeführt werden konnten. So wurden Arbeiten für ozeanographische, meteorologische, geologische und biologische Untersuchungen durchgeführt. Außerdem haben zahlreiche weitere Schiffe den großen Reichtum der Entdeckungen auf vielen Reisen ermöglicht. Dazu gehören unter anderem Polar-Forschungsschiffe und Vermessungsschiffe.

Welche unglaubliche Anzahl von Abenteuern auf den Reisen der Entdecker durchgeführt worden sind, wird allein schon an den vorher aufgeführten Reisemöglichkeiten aufgeführt. Doch auch die Menschen, die hinter diesen Reisen und ihren Abenteuern stehen, haben viel bewegt.

Hier folgt nun eine genauere Aufstellung mit den bedeutenden Entdeckern der vergangenen Jahrhunderte, denen wir viel zu verdanken haben. Sie alle haben sich dadurch ausgezeichnet, dass sie ihren Entdeckergeist auf Ihren Reisen voll ausgelebt haben. Immerhin haben wir heute die Möglichkeit, in die schönsten Regionen dieser Erde zu reisen.